Dieser Artikel hat keinen Namen

TEST und fragt nicht so blöd WARUM (*blöd-frag*)  

Ich gerade rausgefunden haben TUN, &WIE (*WiE?*) man Aufmerksamkeit auf sich lenkt, neehmlich mit Farbe und gewollt inkorrekter Grammatik – nich wahr – „Nee, nich wahr!“
UND DENN DENN ISS MAL WIEDER NE GANZE ZEIT NIX UND HINTEN RUFT SO’N ZYNISCHES ARSCHLOCH: „LAAAAAANNNNNGGGGWEIIIIIILIIIIGGGG!!!“

UUNNNWICHTIICCHHHH!!!

UND ICH SO (kleinlaut)  FÜCK DISCH INTZ KNIEH  HADDERDENN AUCH GEMACHT

HIER UND DIE KLEINE DICKE NEULICH
  • ÄH, jo nee, kein Plan man, 

KENNST È DEHN: Kommt’n Zyklop zum Auge-Arzt. NICH? Sack.

VONNE MIDDE ZUR ::: BRUST,

ochmann ey, Gag versaut

Fußnote: ([9& Und inne Fresse Ab die Katz und Rubbel-die-Mietz-Haus-Boot =!² @ *+~#‘ ;:–_ )8wßqHI@ €ß=}9])=?\`´*+~%&§³62k Geebönnns-;Bynm!!^°°=9we}”q…])
Advertisements

Haltet aus, was Grass geschrieben hat!

Man tut auch einem Freund keinen Gefallen damit, ihn unkritisch fest drückend zu umarmen, bis ihm aus der Geborgenheit heraus die krudesten Ideen kommen, was er alles darf, was ihm aus der Besonderheit seiner Situation heraus zu dürfen zusteht. Auch ein israelisches Atomprogramm muss unter internationale Kontrolle gestellt werden. Das zu sagen, ist erlaubt, es ist im Sinne der internationalen Sicherheit ein Gebot der Vernunft, die verheerendste Technik der Menschheit unter besonderer Aufsicht zu halten. Das zu sagen ist nichts besonderes. Auch ist jemand, der für Israel die selben Spielregeln fordert wie für alle anderen Nationen (übrigens auch für den Iran, den wir zu gerne rein als Agressor gegen Israel profilieren, selbst wenn israelfeindliche Stimmung beim besten Willen nicht als Gedankengut der gesamten bürgerlichen Schichten im Iran ausgegeben werden darf, andernfalls machte man sich eines neuen Ressentiments schuldig) kein Antisemit. Aber jemand, der sich aus Angst davor, durch den Antisemitismusvorwurf abgeurteilt und disqualifiziert zu werden, das Aussprechen trivialer Wahrheiten lange Zeit meint selbst verboten zu haben, der macht sich durch so einen Gewaltakt, wie Grass ihn vortrug, zwar frei, aber höchstens frei von einer bloß gefühlten Tabuisierung.

Aber trotzdem: Jemand der Israel kritisiert, ist kein Antisemit. Und auch jemand, der Angst vor einem vermeidbaren Konflikt hat, in dessen Verlauf verheerende Waffentechnik zu einem menschenverachtenden und massenvernichtenden Einsatz kommen kann, der ist nicht automatisch ein Pamphletist. Andererseits: Etwas pamphletisches an sich hat bisher schon so manche Spekulation um Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten gehabt. Der Einzige, der perfiden Ernst damit machte, war Saddam Hussein mit seiner Unterjochung der Kurden. Die Prophetie einer Wiederholung solcher Vorfälle allerdings ist mehr als Panikmache: Sie ist die selbst-zuschreibende Vorwegnahme eines ‚Bescheidwissens‘, das um der gekonnte Polemik im Feuilleton willen mit Massenvernichtungen ‚kalkuliert‘, um einen höhrbaren Akzent gegen die Zuspitzung politischer Konflikte zu setzen. Diese Selbstgerechtigkeit, die wir andererseits aber von der Grass’schen Pose gewohnt sind, rechtfertigt allerdings auch nicht den Vorwurf des Antisemitismus.

Grass hat sich, das sei zu seiner Ehrenrettung gesagt, zu Schulden kommen lassen, dass er nicht NICHTS gesagt haben wollte, bevor sich Israel etwas zu Schulden kommen lässt: darin sehe ich keine Ferne zu Israel, sondern eine etwas paternalistisch um Vorsicht und Mäßigung bemühte Parteinahme FÜR Israel, etwa im Tenor von: Überlegt gut und weise, was zu tun ist, und provoziert keine Schnellschüsse. Um für die Warnung im Vorausgriff etwas Schlimmes zu prophezeien, was alles passieren kann, wenn in einer nicht gerade für politische Entspanntheit bekannten Region zu unreflektiert Außenpolitik mit dem Holzhammer betrieben wird: Nun gut: Übertreibung ist auch ein künstlerisches Mittel. Aber: Mit der Optionalität, eben dass das Schlimme nicht eintreten MUSS, ist denn gleichzeitig auch der politische Gestaltungsspielraum aufgetan, der genutzt werden MUSS, bevor mit dem Leben tausender Unschuldiger gespielt wird. Jeder politisch interessierte Mensch weiß, dass Ahmadinedschads Rhetorik seiner politischen Schwäche im Innern geschuldet ist, warum sollte ‚Maulheld‘ eine Untertreibung sein?

Und: Das Wort hat, wer das Wort ergreift. Wenn man das Wortergreifen aber allein den Scharfmachern und politischen Schnellkochern überlässt, wird etwas Unheilvolles draus. Und eben DAS nicht zu wollen, daran muss, gerade im Nachgang der deutschen Geschichte, jedem deutschen Intellektuellen gelegen sein. Diese haben gegenüber der Weltöffentlichkeit eine Verantwortung und Verpflichtung dafür, sich als Frühwarn- (oder wie im befürchteten Fall Spätwarn-)Systeme angesichts hochgekochter Konflikte ins Recht des scharfen Wortes zu setzen: das haben Leute wie Adorno, Enzensberger, aber auch Uwe Johnson, Reich-Ranitzki und andere geleistet. Vorsichtsmahnungen werden nur zu gerne und in erwartbarer Weise von den Konfliktparteien als Missachtung zurückgewiesen: notfalls mit unzulässigen Argumenten gegen die Person (Grass‘). Dieses Wegschieben Grass‘ aus dem Höhrbereich ist aber ganz schön flach.

Sicher, wie Cicero glaub ich gesagt hat: ein sicherer Freund erweist sich in unsicherer Sache. Von welcher Art Freundschaft könnte das Verhältnis Israels zum deutschen Intellektuellentum geprägt sein, wenn der Freund den Freund nicht mindestens auf die vermeidbaren Unsicherheiten der Sache hinweisen darf ohne abgeurteilt zu werden? Es muss gesagt werden: Ein solches Freundschaftsverhältnis aus Sprechverboten wäre ob seiner Einseitigkeit seinen Namen nicht wert.

Also: Haltet aus, was Grass geschrieben hat, und vor allem differenziert es dem Wortlaut nach (nicht alles davon muss man glauben) und differenziert die realpolitische Lage der Sache nach (vieles, was dort möglich ist, scheint uns zu sehr unglaublich). Und nehmt genau so die deutsch-israelische Freundschaft ernst und beim Wort.